Worpswede

Worpswede Zeitung

Worpswede und Grasberg:
Gut aufgestellt in der Moor-Region

Einmal jährlich lenken wir unseren Fokus auf die Region um Worpswede und Grasberg und haben auch diesmal viele neue positive Eindrücke gesammelt.

 

Trotz der momentan schwierigen Situation lebt es sich gut in der Moor-Region, denn die romantische Natur, die gute Infrastruktur und die freundliche Art der Bewohner bieten eine ganz besondere Lebensqualität, die auch für uns spürbar ist.



Beeindruckend: der Weyerberg

Der Weyerberg ist für diese Region schon sehr beeindruckend. Wenn man aus Osterholz-Scharmbeck nach Worpswede kommt, begrüßt er einen direkt am Ortseingang. Geht man auf die rund 50 Meter hohe Kuppe, hat man einen tollen Blick über die gesamte Region. Der Name Worpswede bedeutet übrigens „bewaldeter Hügel“ („worp“ = Hügel, „wede“ = Wald, Hölzung, Holz).

Am Ende der „Saale Eiszeit“ vor rund 100.000 Jahren flossen aus einem Gletschertor bei Gnarrenburg gewaltige Schmelzwasserströme des Gletschers nach Süden hin ab. Sie spülten die sandigen Ablagerungen der vorangegangenen Eiszeit in das Weserurstromtal. So wurde die ehemals durchgehende Geesteplatte zwischen den heutigen Orten Osterholz-Scharmbeck im Westen und Tarmstedt im Osten zerteilt. Der Weyerberg blieb als Rest in der Mitte der Niederung stehen, weil er einen Kern aus Ton hat, der von den Schmelzwasserströmen nicht abgetragen werden konnte. Insgesamt haben die Hochmoore bis zu 12 Meter mächtige Torfkörper aufgebaut. So entstand im Laufe der letzten 8000 Jahre zwischen Bremen und Bremervörde das größte zusammenhängende Moorgebiet Nordwestdeutschlands und in diesem liegen Worpswede und Grasberg.

Auf dem Berg steht der „Niedersachsenstein, ein rund 18 Meter hohes Monument aus Ziegelsteinen von Bernhard Hoetger, dass von weitem wie ein Adler aussieht und an die im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus der Region erinnern soll. Der gesamte Berg inklusive Monument sind zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert.

Worpsweder Mühle

Bereits 1701 soll der Vorgänger der Worpsweder Windmühle von Claus Segelken erbaut worden sein und wurde seitdem mehrfach generalüberholt und restauriert – zuletzt 1990 bis 1995. Heute, nach mehr als 300 Jahren ist das ursprüngliche Aussehen nicht mehr bekannt. Aber seit 1838 ist die Historie gut dokumentiert. Durch einen umfassenden Umbau entstand der Mühlentyp „Erdholländer“, ungefähr so, wie sich die Mühle heute präsentiert. Immer wieder wurden technische Neuerungen eingebaut und dennoch war eine Modernisierung gegen die Zeit schließlich nicht mehr möglich. Mitte des vorigen Jahrhunderts musste der Betrieb der Mühle eingestellt werden. Seit 1998 ist sie vom „Freunde Worpswedes e.V.“ (Arbeitskreis Mühle) gepachtet. Ohne Flügel hat die Mühle eine Höhe von rund 16 Metern, das Flügelkreuz hat einen Durchmesser von 22 Metern. Sie befindet sich am Ortsrand und dient auch als Haltepunkt für Ausflügler per Pedes und Fahrrad. Die Worpsweder Windmühle ist unter den sonst erhaltenen Mühlen ein lebendiges Museum, alles funktioniert so, als hätte der Müller gerade erst Feierabend gemacht. Wenn zu bestimmten Tagen die Mechanik zu arbeiten beginnt, dann rauscht und kracht das gesamte Bauwerk und jeder fühlt die gewaltige Kraft des Windes. Öffnungszeiten erfragen Sie bitte in der Touristinformation (Bergstraße 13, Telefon 04792935820). Weitere Infos auch online unter www.freunde-worpswedes.de.

Worpswede hält zusammen

Durch Worpswede zu bummeln geht zwar, aber nicht um zu shoppen. Dabei ist in normalen Zeiten das Angebot der Worpsweder Geschäftsleute wirklich groß und attraktiv. Um irgendwie durch diese schwierige Situation zu kommen sind viele Geschäfte dazu übergegangen den Einkauf virtuell möglich zu machen. Unter www.worpswede-touristik.de/worspwedehaeltzusammen findet man unter dem Motto „Worpswede-hopping per online shopping eine umfangreiche Übersicht von Geschäften mit Beschreibungen und Links – einfach mal reinschauen!

Drei Jahre „Worpswede 2030“

Der Gemeindeentwicklungsprozess ist ein dauerhaft angelegtes Verfahren, das die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde Worpswede mit ihren acht Ortschaften fokussiert. In diesem Prozess werden seit drei Jahren die Entwicklungspotenziale und Herausforderungen für die Gemeinde gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Gruppierungen und Vereinen, der lokalen Wirtschaft, dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung herausgearbeitet und zur Realisierung gebracht. Es ist der Gemeindeverwaltung wichtig, dass sich möglichst viele Bürger am Diskussionsprozess der Gemeindeentwicklung beteiligen und gemeinsam in einen Dialog treten, denn der Prozess soll von der Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde leben. Aktuell kehren aber sogar führende Akteure dem Projekt frustriert den Rücken. Auch in den einzelnen Arbeitsgruppen sinkt die Anzahl der Beteiligten massiv. Wichtige Posten bleiben unbesetzt und es bleibt die Hoffnung auf neue Aktive, die diese Löcher füllen und dem Projekt neuen Schwung geben. Der Worpsweder Bürgermeister sieht dies laut einem Bericht des Weserkuriers aus dem Januar gänzlich anders und glaubt an ein zeitnahes „durchzünden“ des Prozesses noch in diesem Jahr. Es soll dazu ein Workshop mit Beteiligten und dem Gemeinderat eingerichtet werden – wir bleiben dran und werden berichten.

 

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„I want Moor“

Für jeden Landkreis-Osterholz- oder Worpswede-Fan sowie für eingeschworene Moorbewohner sind die Produkte von „I want Moor“ nicht mehr wegzudenken. Von Polohemden und Regenjacken über Regenschirme, Taschenmesser und Ferngläser bis hin zu Tassen, Baseball Caps und Torfkahnmodellen, die alle das Symbol eines Torfkahns tragen, sind die Produkte stark nachgefragt. Man kann sie direkt in der Osterweder Straße 21 oder online unter www.i-want-more.de erwerben.

Tourist-Information Worpswede News:

 

Paula Modersohn-Becker Kunstpreis

 

Der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis 2020, der planmäßig am 14. November 2020 hätte verliehen und eröffnet werden sollen, ist bislang nur online über den Museums-BLOG in der Rubrik PMB Prime unter www.worpswede-museen.blog und auf YouTube zu sehen. Um diese hochkarätige Ausstellung im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau dem Publikum und auch den beteiligten Künstlern live präsentieren zu können, wurde die Laufzeit bis zum 30. Mai 2021 verlängert.



Die im November 2020 erstmals auf den 4. Februar 2021verschobene Jury-Sitzung zum Hauptpreis musste Corona-bedingt erneut verschoben werden. Die Jury tagt nun am 19. April. Wenn auch dann noch kein Treffen vor Ort möglich sein sollte, wird die Jury-Sitzung online stattfinden. Die Preisverleihung wurde auf den 28. April 2021 verlegt. Die voraussichtlich nichtöffentliche Verleihung von Haupt-, Sonder- und Nachwuchspreis wird gefilmt und anschließend online zu sehen sein. Das digitale Angebot zum PMB Kunstpreis sowie alle aktuellen Informationen finden Sie über den QR-Code.

 

Die Tourist-Information ist momentan täglich von 10 bis 13 Uhr geöffnet, es macht aber Sinn, sich aktuell über www.worpswede-touristik.de zu informieren.

 

EVB investiert 1,5 Millionen Euro

Die Moorexpress-Strecke ist eines der Touristischen Highlights der Region um Worpswede und wird zur Zeit teilweise erneuert. Hierfür hat die EVB Geld in die Hand genommen. Rund 1,5 Millionen Euro fließen aktuell in die Verbesserung der Streckenqualität im Abschnitt zwischen Worpswede und Ahrensfelde/Osterholz-Scharmbeck. Bereits Mitte April sollen die Arbeiten beendet sein, damit der Moorexpress dann wieder durch die schöne Region rollen kann. Dann sind die alten Holzschwellen durch neue Betonschwellen ersetzt und neuer Gleisschotter ist auch durchgehend aufgebracht. Auch das Land und der Bund haben sich an den Kosten beteiligt da dort klar ist, dass die Verbindung Stade/Bremen, die der Moorexpress zwischen Mai und Oktober befährt ein regionales Highlight darstellt. Wir hoffen allerdings, dass diese Baumaßnahmen auch dazu beitragen, weiter über die ganzjährige Regelnutzung der Strecke nachzudenken. (hg)


Stellenmarkt im Land und Leben Regional-Magazin Grasberg

Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen für die Region Grasberg, Worpswede, Tarmstedt und Osterholz-Scharmbeck finden Sie auch hier im Land&Leben Stellenmarkt.

 

 

 



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