Dave denkt: Badeschlappen, Staubsauger, ....

Sind das Badeschlappen?

Schuhe, nichts als Schuhe. Jedes mal, wenn ich in der Bude staubsauge, finde ich die Dinger in allen Ecken und Winkeln. Und dann kommt meine Frau und sagt: „Guck mal, wie findest du meine neuen Treter?“ „Du hattest ja vorher noch gar keine Schuhe“, lautet meine Standard-Antwort. Die Schränke quellen über und innerlich diagnostiziere ich meiner Liebsten eine Neurose. Doch die hat sie gar nicht.

Eine dieser klugen Statistiken – also genau jene, die nur stimmen, wenn man sie selber fälscht – bestätigt das Klischee: Fast jede zweite deutsche Frau hat mehr als 25 Paar Schuhe. Mich packt das kalte Grausen. Und haben die überhaupt die zahlreichen gleichen Schuhe in verschiedenen Farben meiner Partnerin mitgezählt?

Das erklärt jedenfalls die hohe Dichte an Schuhgeschäften in den Fußgängerzonen. „Habe beim Shoppen nichts gefunden, aber mir neue Schuhe gekauft. Sehen doch cool aus, oder?“ Das nennt man Frustkauf. Zur Erklärung: Man(n) geht in einen Baumarkt, findet nicht den benötigten Winkelschleifer-Aufsatz und bringt eine Glühbirne mit. Denn Füße in Schuhen sind wie Lampen in der Fassung: Passt eigentlich immer.

Und zuhause gibt es Grundsatz-Diskussionen: Was zählt eigentlich als Schuh? Schließlich geht es ja um Platz in den Schuhschränken, in den Ecken und unter dem Couchtisch. Meine dreieinhalb Paar (Alltagstreter, Sonntags-Ausgehschuhe und die Sandalen, die ich nur zu weißen Tennissocken trage) machen den Kohl nicht fett. Alldieweil sehe ich mich mit den Gummistiefeln, den schicken Stiefeln, Freizeitschuhen in allen Formen und den – sind das Bade-Schlappen? – meiner Frau konfrontiert. Letztere nennt sie Flip-Flops und sagt: „Die kosten doch fast nichts. Davon kann man nicht genug haben.“

Ich frage sie: „Was ist mit Schuhen, die du nur einmal im Jahr trägst, weil sie nur zu einem Outfit passen? Oder denen, die du längst entsorgen wolltest?“ Die Frau ist um keine Antwort verlegen: „Ach die kann ich nochmal anziehen. Ich habe die doch bis jetzt nur einmal angehabt. Die sind doch noch gut.“ Passenderweise haben wir beiden ja die gleiche Schuhgröße. Trotzdem: Ich trage ihre Latschen nicht auf. Nix da! Auch wenn dies die letzte Lösung wäre. Stattdessen sollte ich es einfach so hinnehmen, wie es ist.


......   Badeschlappen und Staubsauger :) 

 

 

 

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