Gewerkschaft ver.di ruft zur Unterschriftenaktion auf gegen die Privatisierung der Kita Berliner Straße in Zeven

Zeven. Die Pläne des Zevener Rates zur Privatisierung der Kita Berliner Straße stoßen auf vehementen Widerstand. Die Gewerkschaft ver.di und die Beschäftigten der Kita wollen die Privatisierung ihrer Kita nicht einfach hinnehmen und rufen für die nächsten zwei Wochen zu einer Unterschriftenaktion auf, an der sich alle Mitbürger/innen beteiligen können. Darüber hinaus sind auch verschiedene Aktionen im Rahmen der Ausschusssitzung für Jugend, Sport und Soziales am 5. Januar und zur Ratssitzung am 14. Januar geplant, in deren Verlauf auch die Unterschriftenlisten übergeben werden sollen. Die Gewerkschaft ver.di sieht die Privatisierung äußerst kritisch, da bisher nur wirtschaftliche Gründe eine Rolle zu spielen scheinen, um den Trägerwechsel zu legitimieren. Das Misstrauen ist groß: Es stellt sich die Frage, ob wohlfahrtsstaatliche Unternehmungen wie z.B. eine Kita überhaupt wirtschaftlich geführt werden sollten. Wo bleibt der sogenannte "Mehrwert" für die Beschäftigen Erzieher/-innen und vor allem für die Kinder, wenn die Kita aus öffentlicher Hand in private Hände übergeben wird? Sollte der Wert einer Kita für die Gesellschaft an "schwarzen Zahlen" oder eher an glücklichen Kindern "gemessen" werden? Wird es nur bei der Kita in der Berliner Straße zu Privatisierungsmaßnahmen kommen oder werden zukünftig auch alle anderen Kindertagesstätten, die in öffentlicher Hand liegen, der Gefahr der Privatisierung ausgeliefert sein? Fragen, die es zu beantworten gilt, wenn die Entscheidung über die Zukunft des Kindergartens in naher Zukunft gefällt wird.
Wir werden weiterhin berichten und die Entwicklungen aufmerksam verfolgen.

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