Infoveranstaltung zum Thema unbegleitete minderjährige Ausländer

Zeven-Aspe. Das Schülerwohnheim in Zeven-Aspe wird ab Anfang des nächsten Jahres für die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Ausländer (UMA) genutzt. Die Samtgemeinde Zeven und der Landkreis laden dazu am 14. Dezember um 19.30 Uhr alle interessierten Bürger und Bürgerinnen zu einer Infoveranstaltung in den Rathaussaal in Zeven ein.

Landrat Hermann und Samtgemeindebürgermeister Jürgen Husemann werden zusammen mit der Jugendamtsleiterin Karin Ritter, dem Leiter der künftigen Einrichtung und der Polizei über das Thema und die Situation vor Ort berichten und Fragen beantworten.

Unbegleitete minderjährige Ausländer wurden bisher nicht direkt auf die Kommunen verteilt. Mit dem „Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher“, das am 1.11.2015 in Kraft getreten ist, hat sich die Situation geändert. Mittels einer Aufnahmequote wird diese Personengruppe jetzt auch auf die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Für das Jugendamt des Landkreises Rotenburg (Wümme) bedeutet das, dass zurzeit circa 63 UMA aufgenommen werden müssen. Sie werden dem Landkreis vom Land Niedersachsen

zugeteilt. Dies geschieht unabhängig von der Aufnahmequote für Flüchtlinge, die im Landkreis aufzunehmen sind.

Die Kinder und Jugendlichen werden zunächst einmal im Schülerwohnheim in Zeven-Aspe untergebracht und betreut. Ein vom Landkreis beauftragter Träger kümmert sich darum. Ziel ist es, sie dann weiter in Pflegefamilien, Jugendhilfeeinrichtungen oder begleitetes Wohnen zu vermitteln.

Da dem ausgewählten Träger keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, bringt der Landkreis die UMA in einer eigenen Liegenschaft unter, dem Schülerwohnheim in Zeven. Der Betrieb dort wird nicht eingestellt, sondern die Gebäude teilweise saniert und aufgeteilt. In einem Teil können 42 Schülerinnen und Schüler unterkommen, in einem anderen Teil die UMA.

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