Schülerwohnheim in Zeven wird für die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Ausländer genutzt

Anders als zunächst geplant, soll das Schülerwohnheim in Zeven-Aspe jetzt für die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Ausländer (UMA) genutzt werden.

Eigentlich wollte der Landkreis auf Wunsch der Gemeinden dieses Gebäude als einen sogenannten „Puffer“ für von den Gemeinden unterzubringende Quotenflüchtlinge nutzen, um Engpässe bei der Besorgung von Unterkünften zu beheben. Der Landkreis ist auf der Suche nach einer Alternative und hat die Gemeinden, Samtgemeinden und Städte um Verständnis für die Situation gebeten.

Unbegleitete minderjährige Ausländer wurden bisher nicht direkt auf die Kommunen verteilt. Mit dem „Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher“, das am 1.11.2015 in Kraft getreten ist, hat sich die Situation geändert. Mittels einer Aufnahmequote wird diese Personengruppe jetzt auch auf die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Für das Jugendamt des Landkreises Rotenburg (Wümme) bedeutet das, dass zurzeit 63 UMA auf-genommen werden müssen. Sie werden dem Landkreis vom Land Niedersachsen zugeteilt. Dies geschieht unabhängig von der Aufnahmequote für Flüchtlinge, die im Landkreis aufzunehmen sind.

Die Kinder und Jugendlichen werden zunächst einmal im Schülerwohnheim untergebracht und betreut. Ein vom Landkreis beauftragter Träger kümmert sich darum. Ziel ist es, sie dann weiter in Pflegefamilien, Jugendhilfeeinrichtungen oder begleitetes Wohnen zu vermitteln.

Da dem ausgewählten Träger keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, bringt der Landkreis die UMA in einer eigenen Liegenschaft unter, dem Schülerwohn-heim in Zeven. Der Betrieb dort wird nicht eingestellt, sondern die Gebäude teilweise saniert und aufgeteilt. In einem Teil können 42 Schülerinnen und Schüler unterkommen, in einem anderen Teil die 63 UMA.

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