Bürgerversammlung zum Thema Flüchtlinge im Rathaus Zeven – Bürger reagieren mit überwiegend großer Gelassenheit

Die heutige Bürgerversammlung im Rathaus Zeven zur anhaltenden Flüchtlingsproblematik wurde von den Bürgern sehr gut aufgenommen und war stark besucht. Vertreter der Stadt und des Kreises stellten sich den Fragen der Zevener Bevölkerung.
Konkret ging es um die weitere Unterbringung von Flüchtlingen in der Zevener Turnhalle des Kivinan-Bildungszentrum und an der Schule am Lühnenfeld.
Die Moderation übernahm Samtgemeindebürgermeister Husemann. Zunächst gab Landrat Luttmann einen kurzen Lagebericht: Allerdings könnten, wenn Unterkünfte benötigt werden sollten, könnten sie nun schnellstmöglich in Zeven genutzt werden. Falls Mitte November "Grünes Licht" für die Jugendherberge in Rotenburg (Wümme) als Flüchtlingsunterkunft gegeben wird, könnte diese zunächst bezogen werden. Da aber mit einem Abriss der hohen Zahlen an Flüchtlingsankünfte nicht gerechnet werden kann, dürfte auch in Zeven je nach Lage mit der weiteren Ankunft von Flüchtlingen gerechnet werden. Dies entscheidet sich (leider) nach "Tageslage", da von höherer Stelle recht kurzfristig eine Zuteilung erfolgt. Daher wird auch von vornherein mit der Einrichtung entsprechender Unterkünfte begonnen.
Leider konnte Landrat Luttmann nicht auf entsprechende Fragen seitens der Zevener Bevölkerung eingehen, die sich um die Nutzung der Halle am Bildungszentrum durch andere Gruppen dreht (z.B. die Problematik des BSG Zeven; wir berichteten). Landrat Luttmann rief hier zu Verständnis auf, welches auch von Seiten des BSG vorhanden ist; allerdings müssten hier (wie auch für die Schüler/-innen des St.-Viti-Gymnasiums und des Kivinan-Bildungszentrums) Ausweichmöglichkeiten geschaffen werden bzw. ein Plan B erstellt werden.
Trotz einiger Bedenken seitens der Zevener Bevölkerung war die Grundstimmung durchgehend positiv und von Akzeptanz geprägt. Von Seiten der anwesenden Bevölkerung wurden sogar Anregungen und Bereitschaft zur Hilfe signalisiert.
Die Kommunen sind derzeit stark bürokratisch und organisatorisch ausgelastet und von Seiten von Bürgermeister Holsten (Heeslingen) war der Einwand im Pressegespräch erbracht worden, dass von höherer Stelle aus leider eine gewisse Konzeptlosigkeit vorherrsche. Es könne nicht sein, dass vieles einfach auf die Kommunen und die hart arbeitenden Ehrenamtlichen abgewälzt würde. Flüchtlingshilfe ja, allerdings mit mehr Unterstützung wäre an dieser Stelle äußerst wünschenwert.

Es wird sich somit zeigen, ob und inwieweit Flüchtlinge in Zeven einquartiert werden. Wir bleiben am Ball und werden weiterhin berichten.

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