Wieder Flüchtlinge in Visselhövede eingetroffen. Luttmann informiert auch in Sachen Flüchtlingsunterkünfte in Zeven

Heute Vormittag sind in der Notunterkunft in der Kaserne in Visselhövede weitere 108 Flüchtlinge eingetroffen. Diese wurden nach einem dritten Amtshilfeersuchen des Landes Niedersachsen in den Landkreis geschickt. Der Landkreis rechnet in den kommenden Wochen mit weiteren Flüchtlingen und hat verschiedene Optionen zur weiteren Unterbringung geprüft.

Die 108 Flüchtlinge konnten, wie auch schon bei den letzten Amtshilfeersuchen, wieder in der Kaserne in Visselhövede untergebracht werden. Dort hat der Landkreis eine Not-unterkunft eingerichtet.
Insgesamt sind jetzt 466 Flüchtlinge im Rahmen der Amtshilfe eingetroffen. Die Kaserne in Visselhövede hat eine Kapazität von 400 Personen, damit wäre diese eigentlich jetzt voll belegt. Doch viele Flüchtlinge bleiben nicht langfristig, sondern reisen in andere Länder oder Ziele innerhalb Deutschlands weiter. Da die Flüchtlinge nicht offiziell registriert sind und somit auch keinen Asylantrag stellen können, unterliegen sie nicht der Residenzpflicht. Sie müssen also nicht im Landkreis bleiben. Zurzeit befinden sich ungefähr 330 Flüchtlinge in der Kaserne, diese Zahlen ändern sich täglich.
Der Landkreis rechnet damit, dass auch in den nächsten Wochen weitere Busse mit Flüchtlingen aufgenommen werden müssen. Für den Fall, dass die Kaserne in Visselhövede voll belegt ist, wurden weitere Optionen geprüft. Zwei davon sind in die erste Auswahl gekommen, zum einen die Sporthalle der BBS in Zeven, zum anderen die Jugendherberge in Rotenburg (Wümme). Die Sporthalle der BBS bietet den Vorteil, dass sie eine kreiseigene Liegenschaft ist und schnell als Notunterkunft hergerichtet werden kann. Sanitäre Einrichtungen vor Ort sind vorhanden, die Flüchtlinge können über die schuleigene Küche versorgt werden. Die Schulleitung und die betroffenen Vereine wurden über eine mögliche Unterbringung informiert. Ob und wann die Sporthalle benötigt wird, hängt von der aktuellen Situation ab.
Landrat Luttmann erklärt dazu „Da die Flüchtlingszahlen täglichen Schwankungen unterworfen sind und wir nicht wissen, wann und wie viele Flüchtlinge in Zukunft noch untergebracht werden müssen, halten wir uns verschiedene Optionen zur Unterbringung offen. Die Vorbereitung zur Einrichtung einer solchen Unterkunft benötigen einige Tage. Viele Landkreismitarbeiter und engagierte freiwillige Helfer sind nötig, um Betten zu transportieren, aufzubauen und die Logistik vor Ort einzurichten. Ob wir die Sport-halle in Zeven nutzen, kann ich heute noch nicht sagen. Die Vorbereitungen dazu müssen aber schon jetzt getroffen werden.“ Die Betten werden zunächst in einem Drittel der Sporthalle gelagert, die restliche Fläche kann weiterhin für den Schul- und Vereins-sport genutzt werden.
Ab Mitte November kann der Landkreis zusätzlich Flüchtlinge in der Jugendherberge in Rotenburg (Wümme) unterbringen. Hier haben die Menschen Schlafräume, sanitäre Einrichtungen sind vorhanden und auch die Verpflegung ist über die Jugendherberge sichergestellt.
Über die mögliche Notunterkunft in Zeven informiert Landrat Hermann Luttmann interessierte Bürgerinnen und Bürger am Donnerstagabend um 19.30 Uhr auf einer Informationsveranstaltung der Samtgemeinde Zeven im Rathaussaal in Zeven.
„Ich möchte noch einmal allen freiwilligen Helfern für ihre großes Engagement danken“, hebt Landrat Luttmann hervor. „Bisher konnten wir alle im Landkreis ankommenden Flüchtlinge gut unterbringen. Viele freiwillige Helfer haben sich bei uns gemeldet, um uns bei unserer Arbeit für die Flüchtlinge zu unterstützen. Auch mit den Gemeinden arbeiten wir eng und gut zusammen. Auf einen weiteren Flüchtlingsstrom sind wir also gut vorbereitet.“

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